Modelleisenbahn

 

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Seit Januar 2012 ist der Aufbau einer Modelleisenbahnanlage in der Spurgröße TT in greifbare Nähe gerückt. Markus beschäftigt sich schon seit einer langen Zeit mit dem Gleisplan. Allerdings ist das ein ziemlich hoffnungsloses Unterfangen, wenn noch keine Grundplatte vorhanden ist. Nachdem wir das Für und Wieder für den ein oder anderen Grundriss diskutiert haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ein L-förmige Anlage eine gute Wahl darstellt. Die Maße von 240 cm x 100 cm zuzüglich 60 cm x 80 cm für den rechten Teil bilden die Grundlage.


Grundplatte

Gesagt, getan, ab in den Baumarkt. Dort kauften wir dann mehrere Kieferlatten, Winkel und Standbeine. Als obere Abdeckung der Grundplatte haben wir Pappelholzplatten vorgesehen. Zur Zeit (Januar 2012) sind wir mit dem Zuschnitt des Rahmens und dem Verschrauben beschäftigt. Der Grundrahmen der beiden Teile steht. Jetzt geht es daran, das Ganze mit Hilfe von Streben zu versteifen. Zum Schluss werden noch die Pappelsperrholzplatten zugeschnitten. Das alles soll noch bis Weihnachten 2012 passieren - mal sehen.

Kurz vor Beginn der dunklen Jahreszeit (Winter 2012/2013) sind wir soweit, dass wir wieder an der zukünftigen Eisenbahnplatte arbeiten können. Die Rahmen waren ja bereits fertig, jetzt fehlt nur noch der innere Verstrebung, um der Grundplatte die notwendige Stabilität zu erreichen (einschließlich Kabeldurchführungen und der Möglichkeit, die beiden Rahmen miteinander zu verbinden). Wahrscheinlich wären wir eher fertig geworden, wenn wir nicht kurz vor Ende der Arbeiten nochmals Änderungen an den Abmessungen vorgenommen hätten, um die Grundfläche an das Schienenmaterial anzupassen. Aber das ist mittlerweile Schnee von gestern...

Geschafft, die Grundplatte wurde pünktlich zu Weihnachten 2012 fertig. Somit konnte zumindest schon mal ein Probekreis aufgebaut werden, um einen ersten Zug seine Runden drehen zu lassen.


Gleisplan

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Man glaubt gar nicht, wieviel Zeit die (Gleis)planung in Anspruch nimmt. Die erste Frage, die wir beantworten mussten war das Thema, was wir nachbilden möchten. Die Entscheidung fiel auf eine (kleine) Hauptstrecke mit einer abzweigenden Nebenbahn. Natürlich sollte es einen abwechslungsreichen Zugverkehr, aber auch Rangiermöglichkeiten geben. Die Gleisplanung erfolgte am Computer. Wir nutzen dafür SCRAM, welches ein ausgezeich­netes Gleis­planungstool ist - und es ist Free­ware, einfach toll!

Aus den Anforderungen ergibt sich, dass wir auf mindestens zwei Ebenen planen müssen, denn obwohl die Anlage relativ groß erscheint, stellten wir schnell fest 'eigentlich benötigen wir noch mehr Platz...'. Das brachte uns auf die Idee, den Schattenbahnhof praktisch unter die eigentliche Platte zu bringen. Die Abstellgleise sind alle so angeordnet, dass wir auch mal eingreifen können. Wenn man in mehren Ebenen denken muss, kommt man automatisch zu dem Thema Steigungen/Gefälle, was einen sehr großen Zeitaufwand bedeutet.

Für die oberen Ebenen (1 und 2) kam ein fast 20 Jahre alter Modellbahnkatalog der Firma Tillig zu Hilfe - dort war ein Gleisplan abgebildet, der uns sofort gefiel. Im Vorfeld hatte ich schon sechs, sieben Entwürfe eines Gleisplanes hergetellt, die aber am Ende nicht wirklich überzeugten. Mit dem Gleisplan aus dem Katalog mussten 'nur' noch Anpassungsarbeiten (u.a Planung des Gefälles sowie der Gleise) zum Schattenbahnhof durchgeführt werden, was sich am Ende als lösbar herausstellte. Die Bilder zeigen zum einen den Gleisplann der sichtbarene Ebenen 1 und 2 sowie eine 3D-Darstellung des Planes.

Der weitere Aufbau war in mehr oder weniger großen Abschnitten eingeteilt: Realisierung des Schattenbahnhofes, Übergang zur Ebene 1, Industriegebiet (und/)oder Bahnbetriebswerk, Abzweig der Nebenbahn, Planug der Oberleitung, Landschaftsgestaltung,... Die Liste lässt sich sicherlich weiter fortführen.


Schattenbahnhof

Ursprünglich sollten fertig konfektionierte Gleise verwendet werden. Eine kurze Überschlagsrechnung ergab allerdings, dass hier ein ein hoher finanzieller Beitrag notwendig ist. Somit waren wir (zum Glück!) gezwungen, die Beschaffung der Gleise nochmals zu überdenken.
Als einzige Alternative steht eigentlich nur der Selbstbau mit Schwellenbändern und Schienenprofil zur Verfügung. Neben den finanziellen Vorteilen liegen weitere Vorteile auf der Hand: weniger Gleisverbindungen und die Freiheit, seine eigenen Gleisbögen zu formen (wobei hier die Radien der vorkonfektionierten Gleise Vorbild waren). Auch für die Weichen sollten Bausätze - Innenbogenweichen und einfache Weichen - genutzt werden.


Ebene 1

Wie bereits erwähnt, soll die neue Anlage aus mehreren Ebenen bestehen. Da es sich bei dem Gleisplan um eine eingleisige Hauptstrecke handelt, ist auch nur eine Einfahrt bzw. Ausfahrt aus dem Schattenbahnhof in die Grundebene notwendig. Das sollte im hinteren Bereich der Anlage stattfinden, denn hier ist die notwendige Länge für die Neigung der Auf- und Abfahrt gegeben (ohne eine Gleisspindel zu nutzen). Für die Spur TT sollte man eine Steigung von etwa 3% einhalten, m. a. W. auf einen Meter Gleis kann man die Strecke ~3 cm steigen lassen. Das klingt einfach, doch die Tücke steckt wie immer im Detail, denn die Kreuzungen der oberen Ebenen müssen ebenso berücksichtigt werden, als auch die Möglichkeit des Einsatzes von E-Loks, aber auch ganz praktische Themen sind zu berücksichtigen: Ab und an muss ja eine 'Riesenhand' in das Geschehen eingreifen. Im Winter 2014/15 ist es endlich geschafft: Vom Schattenbahnhof können (auch mit einer E-Lok bespannte) Züge in die Ebene 0 fahren. Das Zusägen der notwendigen Grundplatten sowie die notwendigen Pföstchen (41!) haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Sogar die bereits erwähnten Besonderheiten der E-Loks sind berücksichtigt worden...

Eine grundlegende Änderung des Gleisplanes war dennoch notwendig: Es bot sich die Gelegenheit, eine Drehscheibe recht kostengünstig zu erwerben. Das haben wir getan, doch wohin mit dem Schmuckstück? Wir standen vor der Entscheidung, ein Industriegebiet oder ein Bahnbetriebswerk aufzubauen. Der Kauf der Drehscheibe war somit die Entscheidung gegen das Industriegebiet... Das BW wird im rechten Bereich zu finden sein. Jedenfalls gibt es jetzt kein Zurück mehr, denn die Drehscheibe ist auch bereit eingebaut und der Ringlokschuppen für vier Loks liegt als Bausatz in der Schublade.


Ausblick

Die nächsten Schritte sind auch schon klar: Gleisunterbau, Gleisbefestigung - Kleben oder Schrauben ist hier die Frage ;-), Einschottern der Gleise, Gleisaufbau der Ebene 1 und Abzweig der Nebenstrecke.

Wenn es mehr zu berichten gibt, wird es natürlich auch an dieser Stelle berichtet. In den Sommermonaten erfolgen keine weiteren Bastelarbeiten, was im Wesentlichen heißt, dass der nächste Bauabschnitt im Winter 2015/16 erfolgt.

Also immer schön reinschauen, oder schreibt einfach, falls Ihr es nicht erwarten könnt und unbedingt wissen wollt, wie der Fortschritt ist.